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Meindrachen.de - der Drachenblog für Powerkites, Großdrachen und Drachenbau

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Drachenlexikon

Dieses kleine Drachenlexikon erläutert einige Begriffe aus dem Lenkdrachensport. In einem weiterführenden Text werden dabei oftmals noch zusätzliche Hintergrundinformationen zu dem jeweiligen Stichwort gegeben. Der Schwerpunkt liegt auch hier vorrangig auf Speed-, Power- und Großdrachen. Die Inhalte werden kontinuiertlich erweitert und ergänzt.

A

Die Abfangschenkel verlaufen von den Haupttampen der Waage zu einem Befestigungspunkt an den Leitkanten der zwischen den oberen und unteren Seitenverbindern liegt. Daruch stabilisieren die Abfangeschenkel die Leitkante gegen ein zu starkes Durchbiegen nach hinten.
Abfangschenkel werden in der Regel bei den besonders belasteten Leitkanten von Power- und Großdrachen eingesetzt. Die Abfangschenkel sollten im Stand immer einen leichten Durchhang haben, damit der Drachen in der Luft unter Winddruck noch sein Profil ausbilden kann.

C

Chikara ist ein hochwertiger beschichteter Nylon-Drachenstoff des Herstellers Toray.
Chikara hat eine für Nylon-Stoffe geringe Dehnung und ist hoch belastbar. Es eignet sich unter anderem gut für Powerkites, bei denen ein wenig Elastizität durchaus erwünscht sein kann. Dadurch können beispielsweise starke Böen ein wenig abgefangen beziehungsweise ausgeglichen werden. Auch wird bei extremer Belastung gegebenenfalls die Gefahr des Platzes des Segels minimiert. Durch die beidseitige Beschichtungen ist Chikara gegen Feuchtigkeit und Nässe geschützt und wird erst bei längerer Einwirkung ein wenig Feuchtigkeit aufnehmen. Chikara hat ein Grundgewicht von ca. 41 g/m². Je nach Färbung kann dies ein wenig abweichen. Die Verstärkungsfäden der Ripstop-Webung sind einfach in einem Raster von etwa 5 x 5 mm eingewebt. Auch wenn die Farben bei Chikara vielleicht nicht ganz so brilliant sind wie bei anderen Stoffen, überzeugen die technischen Eigenschaften um so mehr.

G

Als Großdrachen werden für gewöhnlich alle lenkbaren Stabdrachen mit Spannweiten ab etwa drei Metern bezeichnet.
Klassische Delta-Lenkdrachen und Trickdrachen haben in der Regel Leitkantenlängen bis zum sogenannten Fullsize-Format von 165 cm. Diese Leitkantenlänge ergibt sich aus der Summe zweier aneinandergesetzter Pfeilschäfte aus dem Bogensport mit je 82,5 cm. Diese wurden früher oftmals als Stäbe für den Drachenbau verwendet, da es damals noch keine speziellen Drachenstäbe gab. Aber auch heute stammen noch einige der im Drachenbau verwendeten Stäbe mehr oder weniger direkt von diesen Pfeilschäften ab. Aktuelle Trick, Allround und Einsteigerdrachen haben nur noch selten das volle Fullsize-Format. Die Tendenz geht hier eher zu kürzeren Leitkanten und etwas kleineren Drachen mit Spannweiten bis etwa zweieinhalb Meter. Im Gegenzug können Drachen, deren Leitkantenlänge diese 165 cm übersteigt, bereits als Großdrachen bezeichnet werden. Nach oben hin sind Lenkdrachen in der Größe theoretisch erst einmal keine Grenzen gesetzt. Jedoch wird man spätestens bei Drachen ab etwa acht Metern Spannweite auf spürbare Einschränkungen in Bezug auf Handhabung, Zugkräfte und auch das verfügbare Baumaterial treffen.

I

Icarex ist ein Hersteller von technischen Textilien die unter anderem auch im Drachenbau verwendet werden.
Zu den bekanntesten Stoffen von Icarex dürfte neben dem hochwertigen und im Trickdrachenbau oftmals verwendeten Polyestertuch "PC 31" (Nachfolgeprodukt des "P 31") auch das fast schon legendäre aber leider nicht mehr hergestellte laminierte "PL 62" gehören.

K

Beim Weben von Stoffen wird im allgemeinen zwischen der Kett- und der Schußrichtung unterschieden. Unter der Kette wird dabei die Laufrichtung der Stoffrolle verstanden. Die Webfäden, die in dieser Richtung verlaufen heißen entsprechend Kettfäden.

N

Unter Nachtflug wird das Fliegen beleuchteter Drachen bei Dämmerung oder im Dunkeln verstanden.
Um den Drachen dabei sichtbar zu machen werden grundlegend zwei verschiedene Ansätze verfolgt:
Am Drachen werden reflektierende Materialien angebracht. In der Regel wird hierfür Reflexband verwendet. Der Drachen wird dann im Flug mit einer Lichtquelle aktiv angestrahlt. Die Vorteile hierbei sind das geringe Gewicht des Reflexbandes, die Tatsache, daß die Aerodynamik des Drachens durch das Band nicht beeinträchtigt wird, und die geringe Rüstzeit für den Nachtflug. Nachteilig ist der Bedarf eine entsprechenden Lichtquelle und daß das Reflexband hauptsächlich in Richtung der Lichtquelle zurückstrahlt. Steht man ein wenig seitlich versetzt zur Lichtquelle, nimmt der reflektierende Effekt sehr schnell spürbar ab.
Der Drachen wird mit einer aktiven Lichtquellen versehen. Hierbei kommen in der Regel LEDs, Leuchtschnüre oder Knicklichter zum Einsatz.
LEDs haben je nach Ausführung eine hohe Leuchtkraft und ermöglichen bei entsprechender Ansteuerung auch wechselnde Beleuchtungssituationen. Der Konstruktionsaufwand für eine hochwertige LED-Beleuchtung ist allerdings vergleichsweise sehr hoch. Eine Zwischenlösung stellen einzelne LED-Blinklichter dar, die mit einem Magneten am Drachen befestigt werden. Möchte man dabei jedoch eine ansprechende Menge an LEDs am Drachen befestigen, so steigen Rüstaufwand und Gesamtgewicht der Einzelteile erheblich an.
Leuchtschnüre stellen eine Alternative mit geringerer Leuchtkraft dar. Dafür können diese mit erheblich geringerem Aufwand für eine großflächige Ausleuchtung des Drachens vorbereitet werden.
Oft verwendet werde auch kleine Knicklichter. Diese einmal verwendbare Beleuchtung mit geringer Leuchtkraft bietet in Gewicht und Handhabung die günstigsten Voraussetzungen für eine aktive Drachenbeleuchtung.

P

Ein Powerkite ist ein Lenkdrachen, der durch seine Bauart auf die Entwicklung möglichst hoher Zugkräfte gegenüber dem Piloten ausgelegt ist.
Hierfür sind im wesentlichen zwei Komponenten ausschlaggebend: Zum einen die Fläche, die der Powerkite dem Wind entgegenbringt. Zum anderen aber auch die Fluggeschwindigkeit des Drachens. Dieser Teil wird oftmals in seiner Auswirkung unterschätzt. Ein gut konstruierter Powerkite, der hohe Fluggeschwindigkeiten erreicht, kann durchaus größere Zugkräfte entwickeln als ein deutlich größerer Drachen, der vorwiegend auf seine wirksame Fläche hin ausgelegt ist. In der Praxis bedeutet das unter anderem auch, daß ein agiler Powerkite eher die Möglichkeit bietet durch aktives Fliegen in der Powerzone zusätzliche Zugkraft bereitzustellen. Für schnell fliegende Powerkites ergibt sich daraus ebenfalls die konstruktive Ähnlichkeit zu den in der Regel allerdings deutlich kleineren Speedkites.

Powerlines verlaufen vom Haupttampen der Waage zu den an der Schleppkante des Drachens befindlichen Enden der Segellatten. Diese werden dadurch gegen eine zu weites Auslenken nach hinten abgestützt.
Besonders bei zugkräftigen Powerkites verhindern die Powerlines, daß die Schleppkante im Bereich der Segellatten zu weit nach hinten gedrückt wird. Der Anstellwinkel des Segels wird in dadurch in diesem Bereich relativ gleichbleibend gehalten und zum Wind hin optimiert. Leistungssteigerung insbesondere in der Zugkraft ist die Folge. Im Stand sollten Powerlines immer genügend Durchhang haben, damit der Drachen in der Luft sein optimales Profil ausbilden kann.

R

Ripstop bezeichnet die Webung eines Segeltuches. Dabei werden in regelmäßigen Abständen verstärkte Fäden eingewebt. Daduch soll bei einer Beschädigung des Tuches ein weiteres Einreißen an diesen Verstärkten Fäden abgefangen werden. Das Gesamtgewicht des Tuches kann dabei jedoch durch die sonst dünneren Fäden gering werden.
Nahezu alle im Drachenbau verwendeten Tücher weisen eine derartige Webung auf. Die gewählten Abstände der verstärkten Fäden unterscheidet sich jedoch von Tuch zu Tuch. Bei manchen Tüchern werden die verstärkten Fäden auch paarweise in geringem Abstand eingewebt.

S

Beim Weben von Stoffen wird im allgemeinen zwischen der Kett- und der Schußrichtung unterschieden. Unter dem Schuß wird dabei die Richtung quer zur Laufrichtung der Stoffrolle verstanden. Die Webfäden, die in dieser Richtung verlaufen heißen entsprechend Schußfäden.

Ein Speedkite ist ein Lenkdrachen, der Bauartbedingt auf hohe Fluggeschwindigkeit im Geradeausflug oder auch auf hohe Drehgeschwindigkeit in Loops und Kurven ausgelegt ist.
Im Aufbau erinnern Speedkites oftmals an zu klein geratene Powerkites. Die Spannweiten von Speedkites bewegen sich in der Regel um Größen von ein bis zwei Meter. Viele Speedkites haben dabei ein auffallend flaches Profil. Dieses macht sie im Zusammenhang mit ihrer geringen Größe oftmals schwer start- und fliegbar. Auch Speedkites können bei entsprechendem Wind ordentliche Zugkräfte entwickeln, wordurch der Übergang zu den Powerkites fließend sein kann.

Unter Spleißen versteht man im Allgemeinen das Verstärken bestimmter stark beanspruchter Partien einer Leine durch zusätzliches Verflechten der einzelnen Stränge miteinander. Dadurch können Leinen miteinander verbunden, hoch belastbare Schlaufen erstellt, oder Leinenenden verstärkt werden.
Im Drachensport wird oftmals das zusätzliche Einziehen eines separaten Leinenstückes in die eigentlich zu verstärkende Flugleine als Spleißen bezeichnet. Dadurch werden besonders die durch Knoten hoch belasteten und in ihrer Bruchlast reduzierten Enden der Flugleinen verstärkt. Nicht jede Leine eignet sich zum Spleißen.

T

Ein Tampen ist ein Ende eine Leine beziehungsweise ein kurzes Stück Leine. Typischerweise ist es mit einem Knoten versehen, der als Anschlag dient, wenn eine weitere Leine beispielsweise mit einem Buchtknoten am Tampen befestigt wird.
Tampen finden sich in der Regel als Zusammenführung am Ende der Drachenwaage. An ihnen wird dann die Flugleine befestigt. Ebenfalls kann die Waage mittels Tampen am Drachen befestigt werden. Dies ermöglicht dann ein einfaches Abnehmen der Waage - beispielsweise für den Gespannnflug. Für den Aufbau von Drachengespannen bietet sich ebenfalls die Befestigung von Tampen am Drachen an. An diesen können dann bei Bedarf die Koppelleinen befestigt werden. Die Tampen selbst stören kaum und können auch beim Solo-Flug am Drachen verbleiben. Im Drachenbau besteht ein Tampen oftmals aus einem zu einer Schlaufe gelegten Stück Waagleine, dessen beide Enden dann mit einem einfachen Überhandknoten gemeinsam verknotet werden. Das Ende das die Schlaufe bildet kann dann an Verbindern oder den Waageschenkeln eingebuchtet werden. Eine Sonderform des Tampens ist die Knotenleiter, welche durch mehrere Knoten über die reine Befestigung hinaus auch noch eine Einstellmöglichkeit beispielsweise für einzelne Waagschenkel bietet.

W

Die Waage umfaßt alle Leinenelemente, die den Drachen mit den Flugleinen verbinden.
Bei Speed-, Power und Großdrachen kommen in der Regel Dreipunktwaagen zu Einsatz. Diese bestehen je Drachenseite aus drei verschiedenen Schenkeln, von denen jeweils einer zum oberen Seitenverbinder, einer zum unteren Seitenverbinder und einer zum Mittelkreuz geht. Die Dreipunktwaage kann nach Bedarf um weitere Schenkel wie Abfangeschenkel oder auch Powerlines ergänzt werden. Alle Schenkel werden dann je an einem Haupttampen zusammegeführt. An diesen können dann die Flugleinen befestigt werden. Im Trickdrachenbereich kommen oftmals komplexere Waagesysteme zum Einsatz, die speziell auf die besonderen Anforderungen beim Trickflug ausgelegt sind.